Fachanwalt für Verkehrsrecht

Voraussetzungen für die Verleihung der Bezeichnung „Fachanwalt für Verkehrsrecht“ ist eine mindestens dreijährige ununterbrochene Zulassung und Tätigkeit als Rechtsanwalt sowie der Nachweis besonderer theoretischer Kenntnisse und praktischer Erfahrungen.

 

Zum Nachweis des Erwerbs besonderer theoretischer Kenntnisse muss der Rechtsanwalt einen Fachanwaltslehrgang absolvieren, der mindestens 120 Zeitstunden umfasst.

 

Zum Nachweis des erfolgreich absolvierten Fachanwaltslehrgangs müssen vom Rechtsanwalt im Verkehrsrecht insgesamt drei schriftliche Leistungskontrollen bestanden werden.

 

Den Erwerb der besonderen praktischen Erfahrungen weist der Rechtsanwalt im Bereich des Verkehrsrechts durch den Nachweis von mindestens 160 Fällen innerhalb der letzten drei Jahre nach. Davon sind mindestens 60 gerichtliche Verfahren nachzuweisen, die sich auf mindestens 3 verschiedene Bereiche beziehen und zwar gemäß 14 d Fachanwaltsordnung:

 

a. Verkehrszivilrecht, insbesondere das Verkehrshaftungsrecht und das Verkehrsvertragsrecht

 

b. Versicherungsrecht, insbesondere das Recht der Kraftfahrtversicherung, der Kaskoversicherung sowie Grundzüge der Personenversicherung

 

c. Verkehrsstrafrecht und Verkehrsordnungswidrigkeitenrecht, das Recht der Fahrerlaubnis

 

d. Besonderheiten der Verfahrensbearbeitung und Prozessführung

 

Der Fachanwalt für Verkehrsrecht ist verpflichtet, jährlich an Fortbildungen teilzunehmen, die 10 Zeitstunden nicht unterschreiten dürfen. Die Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung ist der Rechtsanwaltskammer nachzuweisen.